Information Education Campaign on Illegal Logging

Seit einigen Tagen führen wir in ausgewählten Dörfern Bewußtseinstrainings über die Verbesserung der Lebensbedingungen der Einwohner durch. In diesen Dörfern besitzen die Menschen echt nichts und leben von dem geringen Einkommen (umgerechnet 3 Euro pro Tag), welches sie durch das illegale Abholzen von Wäldern verdienen. Die Familien hier sind extrem kinderreich und nur die Minderheit ist zur Schule gegangen. Unser Ziel ist es den Einwohnern dieser Dörfer Alternativen aufzuweisen, zu erklären, wie sie ihre Lebensbedingungen verbessern können und vor allem welche Konsequenzen das Abholzen hat. Nach einem sogenannten plant now- pay later system finanziert die Regierung Agrarpojekte, wie Obst – und Gemüseanbau oder Fischzucht, welcher sich jeder annehmen kann. Einzige Bedingung ist der Besitz von mindestens einem Hektar Land, welcher je nach Beschaffung zwischen 1200 und 5000 Pesos kostet. Bei Bereitschaft erhalten die Einwohner ein kostenloses „Farmer- oder Fischertraining“ und werden bis zur ersten Ernte von den Mitarbeitern für Agrarangelegenheiten gecoacht. Hört sich alles extrem gut an, was mich sehr skeptisch macht. Mal sehen, wann der Haken zum Vorschein kommt. Meine Rolle ist es, als „Nichtregierungsnagehöriger“ das Commitment der Einwohner zu gewinnen und vor allem die wirklichen Sorgen und Bedürfnisse aus ihnen herauszukitzeln. Funktioniert sehr gut. Von bisher 5 durchgeführten Trainings gab es nicht ein Dorf, welches nicht von Regierungsangehörigen verschiedenster Abteilungen erpresst wird oder unter der Korruption einiger Kollegen leidet. An Checkpoints, in welchen der Transport der Hölzer überwacht wird, wird natürlich schnell erkannt, wer keine Lizenz hat und somit illegal handelt. Gegen Bezahlung werden die Trucks dann natürlich gern durchgelassen. Die Mitarebeiter in diesen Checkpoints sind alle bei der Regierung angestellt. In diesem Fall bewege ich mich auf sehr dünnem Eis. Wie kann ich dagegen angehen, wenn ich nicht weiss, wer von den Leuten, mit denen ich spreche, ebenfalls beteiligt ist. Zudem ist die Reaktion bei zu stark empfundener Intervention nicht immer im legalen Bereich…
Die Bereitschaft vom Abholzen abzulassen und Obst / Gemüse anzubauen oder Fische zu züchten ist jedoch sehr gross. In einem nächsten Schritt werden wir erneut in die Dörfer fahren und die Beschaffenheit des Bodens untersuchen, um festzustellen, was man am besten anbauen kann.

Danny erklärt hier den natürlichen Wasserkreislauf und was passiert, wenn keine Bäume mehr vorhanden sind, die z.B. vor Erdrutschen schützen.  

 
Wo sind nur all die Ehemänner hin? Im Wald, I guess…
 
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