Archive for the ‘San Fransisco – mein zu Hause / My home’ Category

Fortschritte bei der Beseitigung der illegalen Müllkippe

November 12, 2006

Vor ein paar Wochen berichtete ich von einer illegalen Müllkippe, die direkt an einem Fluss liegt und davon, dass ich es mir zur Mission gemacht habe, diese Müllkippe zu beseitigen. Meine Versuche, über das Umwelt- und das Gesundheitsministerium zu gehen scheiterten. Der Prozess zur Beseitigung ist wohl schon seit Monaten im Gange, dauert mir aber deutlich zu lang. Da der Governor uns zur offiziellen Bibliothekseröffnung meiner Patenschule begleitete und wir auf dem Weg dorthin, an der Müllkippe vorbeikamen, bat ich ihn, anzuhalten. Er war sichtlich überrascht, da er tatsächlich nicht wusste, dass der Müll im Fluss landet. Ich nutzte die Anwesenheit der Medien und fragte ihn vor laufender Kamera, was er dagegen tun wolle. Er rief sofort die Bürgermeisterin an und stellte sie zu Rede. Und kaum zu glauben, eine Woche später wurde unser Team von dem Umweltbüro der Region eingeladen, eine neu ausgewählte Fläche zu begutachten. Dank unserer Experten konnte bestätigt werden, dass die Fläche geeignet ist. Demnächst wird der Müll der illegalen Kippe dorthin gebracht. Ich bat um Benachrichtigung, so dass ich Photos machen kann. Viel besser ist zudem, dass die neue Müllkippe eine fachmässig korrekte Verbrennungsanlage haben wird, sie weit genug von der Zivilisation entfernt und umzäunt ist. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Der Governor lässt sich von jemandem aus der Region erklären, was sich am Fuße der Müllkippe befindet und was mögliche Konsequenzen für Umwelt und Gesundheit sind.


Ich frage den Governor, wie wir schnellstens diese Müllkippe beseitigen können. Seht ihr die Jungs genz vorne rechts und im Hintergrund? Reisen mit dem Chef der Provinz bedeutet immer umzingelt von schwer bewaffnetet Bodyguards zu sein…

Offizielle Bibliothekseröffnung in der San Juan High School

November 12, 2006


Im September war ich in der San Juan High School, um dort ein paar Bücher für eine Bibliothek abzuliefern, die ich, unterstützt von der Regierung, aus Amerika besorgt hatte. Am 4.10. fand eine öffizielle Buchübergabe und die Einweihung der neuen Bibliothek statt. Für mich ein ganz besonderer Tag, da Medien und der Governor ebenfalls da waren. Der Governor war seit über zwei Jahren nicht mehr in diesem Gebiet. Als ich ihn bat, mich zu begleiten, weil ich ihm einerseits die illegale Müllkippe zeigen wollte sowie ihm auf der anderen Seite extrem auf die Nerven fiel, dass er doch mal wieder Präsenz in diesem Gebiet zeigen könne, sagte er zu. Ist immer ein etwas anderes Unterfangen, wenn er dabei ist, da 4 Bodyguards, 2 Jeeps voll persönlichem Schutzteam und ein LKW voll mit Militär dann doch etwas einschüchternd wirken…
In San Juan wurden wir groß willkommen geheißen. Kinder brachten ihre Freunde, Eltern, Großeltern, Geschwister,… und es fand ein richtiges Übergabeprogramm statt. Ich war tief gerührt. In nur zwei Wochen, haben die Dorfbewohner Regale und Tische gebaut, diese gemalert und eine richtig schöne Bibliothek erstellt. Ich wurde überhäuft mit Geschenken und Danksagungen. Als wir dann auch noch unsere zwei Computer und einen Drucker übergaben, waren die Kinder ganz aus dem Häuschen. Ihr größter Wunsch ist es, den Umgang mit dem Computer zu lernen. Ich erzählte ihnen, dass ich zurückkommen und zusammen mit den anderen Volunteers Einführungsstunden in die Nutzung eines PCs geben werde. Das wird hoffentlich im Dezember geschehen. 
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was für ein schönes Gefühl es ist, Lehrer, Kinder und deren Eltern glücklich zu machen. Vor allem, wenn man weiß, dass diese Menschen sich so etwas nie leisten könnten.
Vielen Dank an Euch alle, die gespendet haben und es so mir ermöglichen, hier zu helfen. 


Zusammen mit der Bürgermeisterin schneidet der Governor das Band durch.

 
Beeindruckt von der Arbeit schaue ich mir die neue Bibliothek an und bin hellauf begeistert.

 
Hier muss man immer und überall Reden schwingen. Computerübergabe.


Auch die Kleinen von der Elementary School werden die Computer nutzen können.

Mein zu Hause / My Home

September 17, 2006

Ich weiß, ich weiß, es ist sehr lange her, dass ich berichtet habe. Vieles ist passiert und ich bin wieder um einige Erfahrungen reicher. Endlich will ich Euch aber mal zeigen, wie ich wohne. Ich teile mir ein Haus mit Philip, einem Volunteer aus Uganda.Wie gesagt, der absolute Luxus. Wir haben Kaltwasser, Strom, gefliesten Boden, Möbel und ordentliche Betten. Das kommt hier eher selten vor.

 

Unser Haus. Philip und ich wohnen dort, wo die Tür offen steht. Links von uns wohnt Don, ein Volunteer aus der UK. Rechts von uns wohnt Debby, ein Volunteer aus Schottland.

  

Wohnzimmer und Küchenbereich

  

Mein Zimmer. Moskitonetz ist für mich ein Muss. Unter diesem fühle ich mich wie unter einer Käseglocke. Aus den Wandritzen kommt Abends so einiges gekrochen und Moskitos sind immer irgendwie da.

  Toilette und Dusche

San Fransisco – wo ich wohne / my home

Juli 16, 2006

public-transport_blog.jpgNein, dieses San Fransisco ähnelt so gar nicht dem San Fransisco, was wir alle kennen. Als ich hier ankam, war ich überwältigt von der schlechten Infrastsruktur und der Armut. Inzwischen bin ich schon mehr rum gekommen und habe gesehen, wie die Menschen außerhalb der Stadt leben. Da ist das hier purer Luxus. Elektrizität gibt es fast überall in der Stadt und das sogar fast immer den ganzen Tag. Stromausfälle für mehrere Stunden sind aber ganz normal. Warmes Wasser gibt es gar nicht und wenn mal keines aus dem Hahn fließt steht vorsorglich eine großer Wasserkübel bereit. Über Müllversorgung wird hier gerade erst angefangen, nach zu denken. Der Müll wird am Ende des Tages verbrannt oder in die hinterste Ecke des Grundstückes geworfen. Anstatt von Adressen gibt es landmarks. Wenn ich zu meiner momentanen Unterkunft möchte, beschreibe ich eine Brücke hier in der Nähe und finde dann meinen Weg. Ab nächste Woche habe ich dann meine eigene Bleibe und werde Euch mit Photos updaten.
Wir sind hier 5 Volunteers und eine echte Sensation. Überall wo wir hingehen, werden wir angestarrt, Leute rufen uns nach, wollen uns anfassen, unseren Segen haben oder „unser Freund“ sein. 

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San Fransisco Market

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Fish at San Fransisco Market. Imagine what the smell was like…The meat section is just behind.

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The child was just washed outside.

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Motorway. It`s either dusty or muddy.One day I counted six people on one motorbike. It works.